Ambulante Psychiatrische Pflege: Angebot weiter ausgebaut

Die Ambulante Psychiatrische Pflege (APP) der Sozialwerk St. Georg Care hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Bestandteil der gemeindenahen Versorgung entwickelt. Was 1999 in Duisburg begann, umfasst heute Angebote in Duisburg, im Kreis Soest, im Kreis Coesfeld, in Gelsenkirchen und im Kreis Wesel. Während der neue Standort im Kreis Wesel Ende 2025 noch aufgebaut wurde, startete das dortige Team Anfang 2026 mit vier Mitarbeitenden. Ende 2025 begleiteten rund 40 Mitarbeitende Menschen mit psychischen Erkrankungen an den verschiedenen Standorten.

Die hohe Nachfrage zeigte auch im Berichtsjahr 2025 die Bedeutung des Angebots. An allen Standorten bestanden Wartelisten. Die APP unterstützt Menschen dabei, ihren Alltag im eigenen Zuhause zu bewältigen, Krisen frühzeitig zu erkennen und Krankenhausaufenthalte möglichst zu vermeiden. Häufig erfolgt die Begleitung nach einem Klinikaufenthalt, wenn der Übergang zurück in den Alltag besondere Unterstützung erfordert.

Begleitung zwischen Klinik und Alltag

„Wir verstehen uns als Brücke zwischen Klinik und Alltag“, erklärt Juan Moya, zuständig für die inhaltliche Gesamtleitung. Ziel sei es, gemeinsam mit den Klient:innen Strukturen aufzubauen, Sicherheit zu gewinnen und Perspektiven für ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu entwickeln. Auch 2025 stand dabei die individuelle Begleitung im Mittelpunkt.

Die Unterstützung durch die APP ist so unterschiedlich wie die Menschen, die sie in Anspruch nehmen. Sie reicht von Gesprächen und Kriseninterventionen über die Unterstützung bei der Medikamenteneinnahme bis hin zur Entwicklung von Tagesstrukturen und individuellen Bewältigungsstrategien. Die Fachkräfte begleiten die Klient:innen in ihrem direkten Lebensumfeld und können dadurch passgenau auf ihre jeweiligen Bedürfnisse eingehen.

Hilfe zur Selbsthilfe

Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist die Hilfe zur Selbsthilfe. Die Fachkräfte unterstützen dort, wo Unterstützung notwendig ist, fördern gleichzeitig aber die vorhandenen Fähigkeiten und Ressourcen der Klient:innen. Gemeinsam werden Wege entwickelt, den Alltag wieder eigenständig zu gestalten und langfristige Stabilität zu erreichen. Dazu gehört auch die Vernetzung mit weiteren Unterstützungsangeboten wie dem Ambulant Betreuten Wohnen oder gesetzlichen Betreuungen.

Im Rahmen von Gesprächen bauen die Mitarbeitenden der APP mit den Klient:innen Strukturen auf, damit diese Perspektiven für ein möglichst selbstbestimmtes Leben entwickeln.