Quartiersarbeit stärkt Gemeinschaft in Schalke Nord

Wo Menschen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten zusammenkommen, braucht es Orte, die Begegnung ermöglichen, Gemeinschaft stärken und Teilhabe fördern. Schalke Nord ist ein solcher Ort: ein Stadtteil mit vielen Herausforderungen, aber auch mit Potenzial.

Genau hier setzt die Quartiersarbeit des Sozialwerks St. Georg an. Mit kreativen Projekten, kulturellen Angeboten und offenen Begegnungsräumen entstehen mitten im Stadtteil Orte, an denen Menschen gemeinsam aktiv werden und das Quartier mitgestalten können.

Gemeinsam im Kreativgarten

Ein besonderes Beispiel dafür ist der Kreativgarten auf dem ehemaligen Schachtgelände an der Uechtingstraße. Auf einer mehr als 2.000 Quadratmeter großen Brachfläche wächst seit einigen Jahren ein lebendiger Treffpunkt für Menschen aus dem Sozialwerk und dem Stadtteil. Mitarbeitende, Klient:innen, Ehrenamtliche und Nachbar:innen gestalten den Garten gemeinsam – mit Hochbeeten, Sitzgelegenheiten, Wegen und Raum für eigene Ideen.

„Das Besondere an diesem Projekt ist, dass hier jede:r mitmachen und eigene Fähigkeiten einbringen kann“, erklären Quartiersmitarbeiter Alexander Libera und Ehrenamts-Koordinatorin Martina Schilling. Unterstützt werden beide von zahlreichen Kooperationspartner:innen wie Naturland, der Tafel Gelsenkirchen, Hornbach oder der Bäckerei Malzers. Gerade die Auszubildende der Bäckerei engagieren sich regelmäßig mit viel Freude bei Aktionstagen im Garten.

Der Kreativgarten zeigt beispielhaft, wie Quartiersarbeit funktionieren kann: Menschen arbeiten gemeinsam an etwas Sichtbarem, lernen sich kennen und erleben Selbstwirksamkeit. Gleichzeitig entsteht mitten im Stadtteil ein grüner Ort der Begegnung, der Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und Inklusion miteinander verbindet. Das gemeinsame Pflanzen, Bauen und Ernten schafft Kontakte zwischen Menschen, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären.

Kultur verbindet Menschen

Neben solchen praktischen Mitmach-Projekten spielt auch Kultur eine wichtige Rolle in der Quartiersarbeit des Sozialwerks. Die St.-Anna-Kirche in Schalke Nord hat sich in den vergangenen Jahren zu einem offenen Ort für Kunst, Musik und Begegnung entwickelt. Regelmäßig finden dort Konzerte, Ausstellungen und inklusive Veranstaltungen statt, die Menschen aus dem Stadtteil und darüber hinaus zusammenbringen.

So begeisterte beispielsweise das Meinhard Siegel Trio+ mit Musik zwischen Jazz und skandinavischen Klängen die Besucher:innen der Kirche. Ein anderes Highlight war der „Tag der Inklusiven Künste“, bei dem Künstler:innen mit und ohne Assistenzbedarf gemeinsam ihre Arbeiten präsentierten. Musik, Theater, Ausstellungen und eine Kunstauktion machten die Veranstaltung zu einem lebendigen Zeichen für kulturelle Teilhabe und Vielfalt.

Teilhabe im Stadtteil stärken

Gerade in einem Stadtteil wie Schalke Nord haben solche Angebote eine besondere Bedeutung. Sie schaffen niedrigschwellige Zugänge zu Kultur, fördern Begegnungen auf Augenhöhe und stärken das soziale Miteinander. Quartiersarbeit bedeutet dabei weit mehr als einzelne Veranstaltungen oder Projekte: Sie trägt dazu bei, Isolation entgegenzuwirken, Nachbarschaften zu stärken und Menschen die Möglichkeit zu geben, ihren Stadtteil aktiv mitzugestalten.

Das Meinhard Siegel Trio+ begeistert seit vielen Jahren mit seinem unverwechselbaren Sound.
Das Meinhard Siegel Trio+ begeistert seit vielen Jahren mit seinem unverwechselbaren Sound.