Erste Schritte ins Ehrenamt
Wie fühlt es sich an, sich freiwillig für andere Menschen einzusetzen? Welche Erfahrungen macht man dabei? Mit dem Projekt „Heldenpass“ bekommen Schüler:innen in Gelsenkirchen die Möglichkeit, genau das auszuprobieren.
Das Sozialwerk St. Georg beteiligte sich 2025 an dem Projekt der Ehrenamtsagentur Gelsenkirchen. Ziel ist es, Jugendlichen ab Klasse 9 einen einfachen Einstieg ins Ehrenamt zu ermöglichen. Die jungen Menschen engagieren sich dabei punktuell über das Schuljahr hinweg und sammeln praktische Erfahrungen in sozialen, kreativen oder organisatorischen Bereichen.
Engagement im Alltag
Bereits im ersten Teil des Schuljahres unterstützten mehrere Jugendliche Veranstaltungen und Angebote im Sozialwerk. Beim Tag der Nachhaltigkeit halfen sie beispielsweise am Stand des NABU sowie beim Auf- und Abbau. Andere engagierten sich im Wohnverbund Zugvögel, arbeiteten im Kreativgarten mit, bauten Hochbeete oder entwickelten eigene Deko-Ideen gemeinsam mit Klient:innen.
Dabei entstehen Begegnungen, die oft lange in Erinnerung bleiben. Viele Jugendliche erleben zum ersten Mal, wie bereichernd freiwilliges Engagement sein kann und wie viel Freude gemeinsames Tun macht.
Erfahrungen, die bleiben
Für fünf oder mehr Einsätze erhalten die Teilnehmenden am Ende ein Zertifikat, das auch bei späteren Bewerbungen hilfreich sein kann. Gleichzeitig geht es beim Heldenpass um weit mehr als einen Nachweis für den Lebenslauf. Das Projekt möchte junge Menschen ermutigen, Verantwortung zu übernehmen, Neues auszuprobieren und soziale Erfahrungen zu sammeln.
Auch unabhängig vom Heldenpass freut sich das Sozialwerk St. Georg über Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, regelmäßig oder punktuell. Gesucht werden Unterstützer:innen für Feste, kreative Projekte, Alltagsbegleitungen oder gemeinsame Freizeitaktivitäten.
Die ersten Erfahrungen mit dem Heldenpass zeigen: Ehrenamt muss nicht kompliziert sein. Oft reicht ein erster kleiner Schritt, damit aus einer Idee echtes Engagement entsteht.