Ausstellung „Echt mein Recht“: Selbstbestimmung stärken, Rechte sichtbar machen
Sexuelle Selbstbestimmung, Gewaltprävention und die Rechte von Menschen mit Behinderung standen 2025 im Mittelpunkt einer besonderen Veranstaltung im Sozialwerk St. Georg. Die Wanderausstellung „Echt mein Recht“ wurde im Veranstaltungszentrum Schacht Bismarck in Gelsenkirchen durch Fachvorträge und weitere Informationsangebote ergänzt und bot Raum für Austausch, Aufklärung und Prävention.
Prävention durch Aufklärung
Die interaktive Ausstellung richtete sich insbesondere an Menschen mit Lernschwierigkeiten und lud dazu ein, sich mit den Themen Rechte, Selbstbestimmung, Gefühle, Liebe und Partnerschaft, Alltag, Körper und Sexualität sowie Beratungsangebote auseinanderzusetzen. Ziel war es, Wissen zu vermitteln, das Selbstbewusstsein zu stärken und Menschen dabei zu unterstützen, eigene Grenzen wahrzunehmen und ihre Rechte selbstbewusst zu vertreten.
Organisiert wurde das Projekt von Birte Petersen, Präventionsbeauftragte des Sozialwerks St. Georg, gemeinsam mit Prof. Dr. Kathrin Römisch von der Evangelischen Hochschule Bochum. Bereits die Auftaktveranstaltung machte deutlich, wie eng Selbstbestimmung und Gewaltprävention miteinander verbunden sind. Fachvorträge beleuchteten unter anderem die Bedeutung sexueller Selbstbestimmung als Schutzfaktor sowie Möglichkeiten der Präventionsarbeit in der Eingliederungshilfe.
Teil eines langfristigen Engagements
Die Ausstellung knüpfte an die langjährige Auseinandersetzung des Sozialwerks St. Georg mit den Themen sexuelle Selbstbestimmung und Gewaltprävention an. Bereits seit vielen Jahren werden Schutzkonzepte entwickelt und kontinuierlich weiterentwickelt, um sichere Rahmenbedingungen für Menschen mit Assistenzbedarf zu schaffen.
„Echt mein Recht“ ergänzte diese Arbeit um einen wichtigen Baustein: die niedrigschwellige Vermittlung von Wissen über Rechte, Schutzmöglichkeiten und Selbstbestimmung. Damit leistete die Ausstellung 2025 einen wichtigen Beitrag zu einem inklusiven Miteinander und zu einer Kultur des Respekts, der Achtsamkeit und des gegenseitigen Schutzes.