„side by side“ stärkt kreative Wege in Arbeit
Mit dem erstmals ausgeschriebenen „side by side – Preis für kreative Wege in Arbeit“ wurde 2025 ein Preis für Inklusion und Chancengleichheit ins Leben gerufen. Der Preis würdigt Projekte und Initiativen, die junge Menschen mit Behinderung oder Migrationsgeschichte beim Übergang von der Schule in den Beruf begleiten und innovative Wege in Arbeit eröffnen. Das Sozialwerk St. Georg war dabei nicht nur Mitglied im Beirat und in der Jury, sondern übernahm auch die koordinierende Rolle bei der Umsetzung des Preises.
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Gemeinsam mit Partner:innen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Sozialwesen wurde eine Plattform geschaffen, die gute Praxis sichtbar macht und engagierte Initiativen stärkt. Ziel des Preises ist es, kreative Ansätze auszuzeichnen, die Teilhabe am Arbeitsleben fördern und jungen Menschen neue Perspektiven eröffnen.
Zu den Initiator:innen gehören neben dem Sozialwerk unter anderem die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Curacon, die das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro stiftete. Des Weiteren sind der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge sowie Vertreter:innen aus Bundesministerien, Wissenschaft und Arbeitsverwaltung vertreten. Als Schirmherr konnte der Schauspieler und Autor Heikko Deutschmann gewonnen werden, der sich seit vielen Jahren für Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe engagiert.
Auszeichnung für innovative Projekte
Die feierliche Preisverleihung fand im September 2025 im Rahmen des Deutschen Fürsorgetages in Erfurt statt. Den mit 10.000 Euro dotierten ersten Platz erhielt das Projekt „Berufsstart“ der Access Inklusion im Arbeitsleben gGmbH aus Nürnberg. Das Projekt begleitet Jugendliche mit Förderbedarf auf ihrem Weg in Ausbildung und Beschäftigung – praxisnah, individuell und eng verzahnt mit Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes.
Beeindruckend sind dabei nicht nur die persönlichen Entwicklungen der Teilnehmenden, sondern auch die nachhaltigen Erfolge: Ein großer Teil der Jugendlichen findet im Anschluss eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Ausschlaggebend dafür sind intensive Begleitung, Training-on-the-job und die enge Zusammenarbeit mit Unternehmen.
Auch die weiteren ausgezeichneten Projekte machten deutlich, wie vielfältig inklusive Arbeitsmarktintegration aussehen kann. Prämiert wurden unter anderem Initiativen, die geflüchtete Jugendliche durch Coaching und Mentoring begleiten oder Menschen mit Behinderung und Migrationsgeschichte durch mehrsprachige Beratung und Peer-Support beim Einstieg in den Arbeitsmarkt unterstützen.
Impuls für mehr Teilhabe
Für das Sozialwerk St. Georg war die Mitwirkung am „side by side“-Preis weit mehr als die Organisation eines Wettbewerbs. Der Preis steht exemplarisch für das Selbstverständnis des Sozialwerks: Menschen in ihrer beruflichen Entwicklung zu stärken und gemeinsam mit Partner:innen Rahmenbedingungen zu schaffen, die echte Teilhabe ermöglichen.
Gerade der Übergang von der Schule in den Beruf entscheidet häufig darüber, ob Menschen langfristig gesellschaftliche Teilhabe erfahren können. Projekte wie die ausgezeichneten Initiativen zeigen, dass inklusive Wege in Arbeit gelingen können, wenn Menschen individuell begleitet werden, Betriebe Verantwortung übernehmen und gesellschaftliche Akteur:innen zusammenarbeiten.
Die große Resonanz auf die erste Ausschreibung und die Vielzahl engagierter Bewerbungen haben gezeigt, wie viele wirksame Ansätze es bereits gibt. Deshalb wird der „side by side – Preis für kreative Wege in Arbeit“ auch in den kommenden Jahren fortgeführt: als Bühne für gute Ideen und als Impulsgeber für mehr Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt.
- Weitere Informationen zum side by side – Preis für kreative Wege in Arbeit“ finden Sie auf dieser Website: Kreative Wege in Arbeit: Side by Side
- Die wichtigsten Momente der Preisverleihung auf dem 83. Deutschen Fürsorgetag sowie ein Video mit Laudatio und Preisübergabe sind auf der Seite „Preisverleihung2025: Side by Side“ zusammengefasst.